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„Kunst, die die Welt nicht braucht“ 

 02.07.2012 - 08:00 Uhr

 

 Ausstellung-Private Hafner –

 Art von Erwin & Gerhard

Gemeindeamtfoyer
 
 „Kunst, die die Welt nicht braucht“
 
 Private Hafner-ART von Erwin & Gerhard
 

 2. Juli - 31. August 2012 (Foyer Gemeindeamt Pfarrwerfen) 


Freitag, 6. Juli 2012 Vernissage 19:00 Uhr (Schönwetter:Vorplatz Gemeindeamt, Regen: Foyer Gemeindeamt)
 

Mag.art Erwin Maria Hafner
 

Geboren am 19. 05. 1968 in
 
St. Johann/Pg., Salzburg
 
Lebt und arbeitet in Salzburg und Wien
 
Künstlerischer Werdegang:
 
1995: Grafikkurse, Wifi Wien-1997: Sommerakademie in Geras bei Prof. Bernhard Hollemann,1997 bis 2002 Studium und Diplom als Mag. Art in der Meisterklasse für Malerei und Grafik bei Prof. Adolf Frohner an der Universität für Angewandte Kunst in Wien.

2003: Künstlerischer Leiter Atelier Ruhdorf 
Ab 2009: Kurator bei „ART-Ist International Art Network SBG“

Ausstellungen: 
ab 1997 zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
 

Gerhard Hafner
 

Anschrift: Dorfwerfen 180, 5452 Pfarrwerfen
 
Geburtsdatum: 1. Februar 1974 in Schwarzach
 
Familienstand : verheiratet
 
Musikalische Laufbahn
 
Mit acht Jahren Trompete und FlügelhornVon 1994 bis 1998 Trompeter und Flügelhornist der Militärmusik SalzburgTonsatz und Gehörbildung: Mozarteum SalzburgBlasorchesterleitung und Komposition: Bruckner Konservatorium LinzKurse: Isabelle Ruf-Weber, Peter Wesenauer Felix Hauswirth, Kurt Schwertsik uvm.
 
.1996 Gründung MUSIKVERLAG HAFNER
 
1996 - 1999 Kapellmeister der Bürgermusik St. Johann im Pongau
 
1998 - 2003 Gründungsobmann Kultur- und Museumsverein Pfarrwerfen
 
1999 Musicalproduktion mit der Volksschule Pfarrwerfen
 
Musikalischer Leiter von: Vocario Brass Quintett, Blasorchester Pfarr-Werfen-Weng und dem Bläserensemble Vocario
 
Abhalten von Lehrgängen für: Kapellmeister, Registerführer und Ensembleleiter Probenunterstützung in diversen Orchester und Ensembles
 
Mitglied im Österreichischen Komponistenbund und der IG Komponisten SalzburgAuftragskompositionen
 
7 Mühlen - Kultur - und Museumsverein PfarrwerfenFanfare –
 
Schlitten WM Hüttau Arktis-Fanfare - Hundeschlitten WM WerfenwengDomus concilii - Kultur- und Kongresshaus am Dom St. Johann im PongauStadterhebungsmarsch Stadterhebung St. Johann im Pongau
 
Jubiläumsmarsch 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr PfarrwerfenPongau-Fanfare Bezirkshauptmannschaft –
 
Kunst am Bau- St.Johann im Pongau
 
Werfenwenger Weis Gemeinde Werfenweng,
 
Solo für Englischhorn und Blasorchester uvm.
 

 

 

Der  nachstehende Text aus „ZEIT ONLINE“ von Hanno Rauterberg, bezugnehmend auf die 7. Berlin Biennale, passt sehr gut zu unserem Thema!

 

 

BERLIN BIENNALE Die Ohnmacht der Parolenpinsler

Was war doch gleich der Sinn der Kunst? Eine Erkundung aus Anlass der gescheiterten Berlin Biennale.

Es geht um die »Gruppen am Rande der Gesellschaft«. Es geht um »direkte Aktionen, Demonstrationen und Proteste gegen Nationalismus, Neonazismus und Kapitalismus«. Es geht um »Folter sowie illegale Militärprozesse und -verhaftungen«. Es geht um »die aktuelle Bedrohung der Meinungsfreiheit«. Und natürlich geht es auch darum, »die Rolle der Frau im postsowjetischen Kontext zu verbessern«. Und um »Segregation, Ausschluss und Diskriminierung in Deutschland«. Um all das geht es auf der großenKunstbiennale in Berlin, so ist es nachzulesen in der Ausstellungszeitschrift. Worum es aber vor allem geht, ist die Vernichtung von Freiheit, es geht um das Ende der Kunst,

»Alles, was keine Politik ist, ist keine Kunst, sondern nur eine tote Vogelscheuche, gefüllt mit Scheiße und Reflexion«, das erklären in schönster Deutlichkeit die beiden assoziierten Kuratoren der Biennale, Oleg Worotnikow und Natalia Sokol. Mit ihren Kollegen von der russischen Künstlergruppe Woina haben sie vor ein paar Monaten ein Polizeiauto in Flammen aufgehen lassen. Gefragt, ob es einen Unterschied gebe zwischen Vandalismus und Kunst, sagen sie: »Es gibt keinen.«

Und so hat der Chefkurator Artur ¯mijewski seine Ausstellung verwandelt: in eine Biennale für zeitgenössische Politik. Denn die Kunst müsse »in der Wirklichkeit aufgehen«. Alle Macht den Plakatemalern, den Parolendichtern und Unterschriftensammlern! Nicht Künstler, sondern Aktivisten der Occupy-Bewegung siedeln nun in den Kunst-Werken, dem zentralen Ausstellungsraum der Biennale, und laden zu Diskussionsrunden über Finanzkapitalismus und zur Erbsen- und Bohnenzucht im Hinterhof. Kein Künstler scheint sich daran zu stören. Niemand okkupiert die Okkupisten, niemand reklamiert den Raum für sich und die Sache der Kunst. Im Gegenteil, die Künstler stimmen begeistert in diese Art der fröhlichen Selbstaufgabe ein. »Keine schwierige Kunst, kein Rätsel, alleine reine Nachricht, reine Information und einfache, direkte Aktion – eben Kunst-Journalismus«, das ist das Programm, mit dem Tomas Rafa bei der Biennale antritt. Derweil lädt Pawel Althamer alle Welt in die Elisabethkirche von Schinkel, um dort nach Herzenslust Pseudoprovokationen an die Wände zu kritzeln. Jonas Staal möchte hingegen möglichst viele Organisationen einbinden, »von kommunistisch bis sozialistisch, von marxistisch bis anarchistisch, nationalistisch, rassistisch, religiös, fundamentalistisch und sektiererisch.« Verschiedene Gruppen, die von der EU als terroristisch eingestuft werden, will Staal am kommenden Wochenende in Berlin zu einem Kongress versammeln – als »Ergänzung zu unserer parlamentarischen Demokratie«.

Offenbar wollen diese Künstler keine Künstler mehr sein, sie wollen raus aus dem Reich des Symbolischen, rein ins Reale. Und keiner sollte sie aufhalten: Gute Erzieher im Kindergarten werden dringend gebraucht. Ebenso wie Sozialarbeiter, die sich mit Neonazis herumstreiten. Auch können sie sich bei Greenpeace engagieren oder bei Amnesty International, oder sie gehen in die Entwicklungshilfe. Es gibt viele Möglichkeiten für einen Künstler, wenn er die Welt verändern will. Nur die Kunst, ausgerechnet, eignet sich dafür so gut wie überhaupt nicht. Denn Kunst beginnt erst dort, wo das bloße Rechthaben aufhört.

Gewiss, Künstler dürfen tun und lassen, was sie wollen. Auch steht es ihnen frei, alles und jedes als Kunst zu bezeichnen. Selbst die Freiheit, ihre Freiheit wegzuschmeißen und sich anderweitig zu verdingen, wird ihnen niemand verbieten. Doch gerade das, diese totale Freiheit, die von Beliebigkeit kaum mehr zu unterscheiden ist, scheint viele Künstler zu bedrängen, zumindest in den liberalen Gesellschaften des Westens.

Die Künstler suchen nach einer Aufgabe, die ihnen die Gewissheit verschafft, dass ihr Tun nicht wirkungslos verpufft. Niemand sagt ihnen, was zu tun sei. Niemand weiß, wozu es ihre Kunst überhaupt braucht. Und es sind keineswegs nur die Künstler dieser Berlin-Biennale dankbar für alles, was nach einer klaren Arbeitsplatzbeschreibung aussieht. Die einen verlegen sich darauf, möglichst dekorative Statussymbole zu produzieren. Andere halten es für den Sinn der Kunst, über den Sinn der Kunst nachzudenken. Und nicht wenige suchen ihr Heil jenseits der Galerien und Museen und verstehen sich – wie der Kurator ¯mijewski – als Agenten eines politischen Projekts. Sie wollen eine Kunst, die »tatsächlich wirksam ist«. Alles andere erscheint ihnen dekadent und vorgestrig.

Und in gewissem Sinne haben sie ja recht: Eine Kunst ohne Halt und Ziel endet meist in der Belanglosigkeit. Außerdem wird kein Künstler behaupten können, er sei tatsächlich autonom. Jeder ist irgendwie ein- und angebunden und abhängig von Geldgebern, Galeristen, Sammlern. Doch wie absurd ist es, deshalb die Kunst gleich zum Werkzeug zu degradieren! So als sei das Museum nichts weiter als ein gesellschaftlicher Reparaturbetrieb, in dem der moderne Mensch wieder flottgemacht wird. Einmal Getriebewechsel! Und die Reifen ausgewuchtet! Dann geht die Fahrt endlich wieder in die richtige Richtung.

 

Nichts im Reich der Kunst lässt sich erzwingen

Seltsamerweise klagen viele der Politkünstler über den unmenschlichen Kapitalismus, der mit seiner Leistungslogik alle Lebensbereiche verseuche – und doch handeln sie nach derselben Logik. Nur eine Kunst, die sich nützlich macht, die politische Rendite abwirft, weil sie gesellschaftliche Missstände nicht allein benennt, sondern auch verändert, die also klare Gewinnaussichten verheißt, findet ihr Wohlwollen.

Damit aber ruinieren diese Künstler alles, was in den letzten 250 Jahren errungen wurde. Sie zerstören den Wesenskern der Kunst, einen Kern, der stets paradoxer Natur ist. Sich auf die Kunst einzulassen, das bedeutet, an den Nutzen der Nutzlosigkeit zu glauben. »Obgleich ohne Zweck«, so sah es schon Immanuel Kant, sei sie »für sich selbst zweckmäßig«.

Um zu begreifen, welche Kraft dieses Paradox zu entwickeln vermag, muss man vielleicht noch einmal an den alten, ewig jungen Friedrich Schiller erinnern. Einerseits war er ein Verfechter der totalen Kunstfreiheit: »Denn die Schönheit gibt schlechterdings kein einzelnes Resultat«, schrieb er 1793, »weder für den Verstand noch für den Willen, sie führt keinen einzelnen weder intellektuellen, noch moralischen Zweck aus, sie findet keine einzige Wahrheit, hilft uns keine einzige Pflicht erfüllen, und ist, mit einem Worte, gleich ungeschickt, den Charakter zu gründen und den Kopf aufzuklären.« Und doch war die errungene Autonomie für Schiller nie Selbstzweck, denn erst »durch die ästhetische Kultur« sei es dem Menschen möglich, »aus sich selbst zu machen, was er will«, und ihm werde »die Freiheit, zu sein, was er sein soll, vollkommen zurückgegeben«.

Die Kunst verordnet nicht, sie lädt ein, sagt Schiller: »zum Ernst und zum Spiele, zur Ruhe und zur Bewegung, zur Nachgiebigkeit und zum Widerstand, zum abstrakten Denken und zur Anschauung«. Sie kann das eine sein und sein Gegenteil, wird aber in jedem Fall eine »Freyheit des Geistes« eröffnen.

Von dieser Geistesfreiheit ist auf der Biennale und auch sonst in der Gegenwartskunst wenig zu erblicken. Denn diese Freiheit entweicht, sobald es didaktisch wird, sobald sich Künstler zu Agenten der Moral aufschwingen und am Ende sich alle Beteiligten doch nur in ihren Ressentiments bestätigt fühlen. Die ästhetische Erfahrung – und um die geht es ja in der Kunst – gewinnt erst dort eine Tiefe, wo die Kunst nicht gleich mit ethischen Ansprüchen beladen wird. Das Gute der Ästhetik ist nicht das moralisch Gute, es ist nicht das Verantwortliche, sondern gründet sich in einer Erfahrung des Unverantworteten. Sie geleitet die Betrachter ins Unbestimmte, in ein Reich, in dem das Vertraute mit einem Mal unvertraut erscheint und sich Gewissheiten verlieren. In der Kunst geht es nicht um eine Anleitung zum richtigen Leben, sondern um die Erfahrung des Zweifels. Die Kunst geht nicht auf in der Wirklichkeit, wie dies die Biennale fordert. Vielmehr liegt ihre Stärke in dem Abstand, den sie erlaubt, nicht zuletzt zu den eigenen Kategorien des Richtigen und Falschen.

Hier begründet sich der eigentliche Sinn der Kunst: in einer Erfahrung der Offenheit, des Unabsehbaren, auch der Willkür – und erst im Ergebnis dieser Erfahrung kann sich, wenn es gut geht, ein bestärktes, ein verändertes ethisches Bewusstsein entwickeln. Es ist tatsächlich eine paradoxe Freiheit: Denn erst, wenn sich die Kunst von der üblichen Verantwortung löst, öffnet sie den Betrachtern einen Raum, in dem sich die eigene Verantwortlichkeit neu begreifen lässt. Nur das Unabsehbare der ästhetischen Erfahrung birgt die Chance, sich auf ein neues Sehen einzulassen, vielleicht sogar auf neue Selbsterkenntnis.

Dieses Vielleicht aber wird immer bleiben. Nichts im Reich der Kunst lässt sich erzwingen, auch das gehört zu ihrem freiheitlichen Wesen, so frustrierend das manchen Künstlern auch erscheinen mag. Kunst ist kein Einsatzkommando und kein Breitbandtherapeutikum. Ihre Qualitäten zeigen sich zumeist im Stillen, in einem Moment des Innehaltens, der Verblüffung, vielleicht auch der Durchdringung. Und stets lebt sie aus spannungsreicher Lust, und ganz bestimmt nicht aus irgendeiner sauren Pflicht. Eine solche Biennale der Lust, die wünschte man sich. Eine Biennale, die sich selbst überrascht – und der Kunst einen neuen Anfang schenkt.

 

 

 

Fotoprojekt "Werfenweng" mit Kurt Kaindl/ Sept. 2009 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

`ART Ist INTERNATIONAL ARTNETWORK SALZBURG`

 "autonomous stream"

International art exhibition in castle "Hohenwerfen"- Salzburg

28. Sept. - 30. Aug. 2009

täglich 9:oo bis 17:oo Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 "Lange Nacht der Museen" 

3. Oktober 2009 ab 18 Uhr

Ausstellung:

Alle Künstler die auf dieser Seite vorgestellt sind!

Ab 18 Uhr: Kindermalen

Ab ca. 20 Uhr: Portraitzeichnen

im

410.jpg 
 
Werfenweng/ Wengerau -Ruhdorf

 

Erwin Maria Hafner Dorf 35, A-5453 Werfenweng Tel. +43 699 195 251 84 info@artwin.at

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